Gesunde Mütter - gesunde Kinder
Sie planen Leben zu zeugen bzw. sind junge Mutter
Ein neues Leben ist immer wieder ein Wunder für sich. Viele Dinge in diesem Prozess liegen nicht in unserer Hand. Wir können jedoch zahlreiche Maßnahmen ergreifen, damit das Kind eine bestmögliche Ausgangsposition erhält. Dazu zählen zum Beispiel die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen in Schwangerschaft und Stillzeit, was für viele eine Selbstverständlichkeit ist.
Zu bedenken ist, dass sich unser Körper vieles merkt. So können Schadstoffe mit denen wir schon einige Zeit vor der Zeugung, in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit in Berührung gekommen sind, die Gesundheit unseres Baby beeinträchtigen.
Viele dieser gesundheitsschädlichen Umweltgifte sind mit dem bloßem Auge nicht sichtbar, sondern sind lauernde Gefahren um uns herum, die wir nicht wahrnehmen können. Erst spezielle Untersuchungsverfahren im Labor beweisen ihre Existenz. Ärzte raten schon vor Beginn einer Schwangerschaft dazu, entsprechende Tests durchzuführen und Wohnungen wie Arbeitsplatz überprüfen zu lassen.
Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einen Überblick über einige Umwelteinflüsse geben, mit welchen sie den Kontakt in der Kinderwunsch-Phase und erst recht in der Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden sollten:
Blei aus Wasserleitungen und Gemüse
Untersuchungen von Frauen nach einer Früh- Fehl- oder Totgeburt ergaben, dass häufig eine erhöhte Bleikonzentration im Blut vorlag. Dies wird auch für eine höhere Fehlbildungsrate verantwortlich gemacht. Aber wie kann es zu dem erhöhten Blei-Wert im Blut kommen? Es wird beispielsweise über das Trinkwasser aufgenommen. In vielen Altbauten sind noch Trinkwasserrohre aus Blei vorhanden. Wasser aus diesen Wasserleitungen ist morgens, wenn das Wasser über Nacht in den Leitungen gestanden hat, besonders hoch mit Blei belastet. Es können Blei-Werte zwischen 40 und 150 µg gemessen werden, wobei der Grenzwert für Blei im Trinkwasser bei 40 µg liegt.
Zudem weisen häufig auch in Ballungsgebieten angebaute Nahrungsmittel eine erhöhte Bleikonzentration auf.
Zuviel Kadmium durch Dünger und Rauchen
Zuviel Kadmium kann die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen, weil es sich bei schwangeren Frauen im Fruchtwasser anreichert. Kadmium ist in einigen Düngersorten zu finden. Zudem ist bei Raucherinnen der Kadmiumspiegel höher ist als bei Frauen, die nicht rauchen.
Fehlbildungen durch Quecksilber aus Zahnfüllungen
Quecksilber ist ein äußerst giftiges Schwermetall. Spuren von Quecksilber finden sich in Pestiziden, Zahnfüllungen und bestimmten Fischarten.
Zahnärztinnen weisen eine höhere Rate an Fehlgeburten auf; zahnmedizinisch-technische Assistentinnen, die mit amalgamhaltigen Zahnfüllungen in Berührung kommen, haben eine geringere Fruchtbarkeit. Eine amerikanische Studie, in der über hundert Forschungsberichte und Krankenakten ausgewertet wurden, lässt den Schluss zu, dass die Anreicherung von Quecksilber im Körper viele unterschiedliche Symptome nach sich ziehen kann, darunter Allergien, chronische Erschöpfung, depressive Verstimmungen, grippeähnliche Erkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Störungen des Eisprungs und Fehlgeburten.
Was Sie tun können: Wenn Sie eine neue Füllung benötigen, fragen Sie Ihren Zahnarzt nach Alternativen. Sollten Sie bereits Amalgamfüllungen haben, machen Sie einen Test, ob Quecksilber entweicht.
Wenn Sie Ihre Amalgamfüllungen austauschen lassen möchten dann lautet unser Rat an Sie, dass Sie alle notwendigen zahnärztlichen Behandlungen drei Monate vor Beginn einer möglichen Schwangerschaft bzw. geplanten Befruchtung abgeschlossen haben sollten.
Giftstoffe in Wohnung und am Arbeitsplatz
Manche Fachleute sind der Ansicht, dass die Luftverschmutzung innerhalb von Wohnungen, Büroräumen und anderen Gebäuden einen der größten Risikofaktoren für Gesundheit darstellt.
Teppiche & Möbel
Lassen Sie Vorsicht walten was die Dekoration Ihrer Wohnung betrifft. Farben, die Lösungsmittel enthalten, und Terpentinersatz setzen Gase frei, die sich noch Wochen nach Abschluss der Malerarbeiten in der Luft halten.
Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel
Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide), die in der Landwirtschaft verwendet werden, nehmen wir nicht nur über die Nahrung, sondern häufig auch über die Haut auf. Viele Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel sind mittlerweile in Deutschland verboten, aber erreichen uns dennoch über importierte Lebensmittel. Kontrollieren Sie den Boden in Ihrem Garten auf Schadstoffe, um Gesundheitsrisiken für sich und Ihr ungeborenes Kind einzuschränken.
