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Gefahr durch Umweltgifteschadstoffe_kinder

Umweltgifte stellen für Kinder und Schwangere eine latente Gefahr dar. Der Fötus im Mutterleib und kleine Kinder besitzen teilweise noch keine Entgiftungsmechanismen wie Erwachsene und reagieren deshalb besonders empfindlich auf Schadstoffe. Neben Umweltgiften können auch Umwelteinflüsse wie Lärm und elektromagnetische Felder für Kinder zur Gefahr werden.

Wie gelangen Schadstoffe in den Körper von Kindern?

Umweltgifte werden für Kinder durch orale, dermale (über die Haut) oder inhalative Aufnahme zur Gefahr. Viele Schadstoffe gehen auch über die Plazenta und die Muttermilch auf Kinder über. Bei der oralen Aufnahme werden Schadstoffe über den Verdauungstrakt resorbiert. Dabei spielen Schadstoffe in der Nahrung und im Trinkwasser die größte Rolle. Problematisch können hier zum Beispiel Keime, Schwermetalle, Nitrat und Pestizidrückstände aus Obst und Gemüse sein. Bei kleinen Kindern ist jedoch auch die orale Aufnahme von Umweltgiften über in den Mund gesteckte Spielsachen oder Gegenstände eine Gefahr. Lacke von Spielsachen enthalten teilweise toxische Organozinnverbindungen oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). Bei der dermalen Aufnahme gelangen Umweltgifte direkt über die Haut in die Blutbahn. Zur Gefahr für Kinder werden hier unter anderem Azofarbstoffe und Chromverbindungen aus der Kleidung. Lösungsmittel und andere flüchtige Substanzen gelangen über die Atemluft in die Lunge und von dort in den Blutkreislauf.


 

Wie hoch ist die Gefahr durch Umweltgifte für Kinder?

Die Gefahr, die von Umweltgiften für Kinder ausgeht, hängt teilweise vom Aufnahmeweg der Umweltgifte und ihrer Verteilung im Körper ab. So dringen PAKs direkt bis in die DNA vor und verursachen dort Schäden am Erbgut, die wiederum Krebserkrankungen auslösen können. Alkohol und Quecksilber überwinden die Blut-Hirnschranke und führen bei Kindern zu schweren Nervenschäden. [1] Umweltgifte wie PCB werden für Kinder auch zu einer Gefahr, wenn diese sich zum Beispiel im Fettgewebe oder inneren Organen über Jahre anreichern. Viele Schadstoffe werden über die Leber und die Nieren „entgiftet“. Bei kleinen Kindern ist die Gefahr durch Umweltgifte besonders hoch, da diese Organe bei ihnen noch nicht so effizient entgiften können wie bei Erwachsenen.umweltgifte-gefahr

An welchen Orten sind Kinder Gefahren durch Umweltgifte ausgesetzt?

Die wichtigsten Quellen für Umweltgifte sind das Trinkwasser, die Luft und der Boden. Obwohl Trinkwasser in Deutschland durch die Trinkwasserverordnung streng kontrolliert wird, können durch Bleirohre oder defekte Hausinstallationen Schwermetalle und andere Umweltgifte in das Leitungswasser eindringen. Um eine Gefahr für Kinder durch Umweltgifte aus dem Leitungswasser auszuschließen, sollte daher immer eine Wasseranalyse erfolgen. Die verbreitetste Gefahr für Kinder durch Umweltgifte aus der Luft ist das Passivrauchen. Die zahlreichen Schadstoffe im Tabakrauch gefährden aber auch schon den Fötus im Mutterleib. [2] Weitere toxische Luftschadstoffe sind zum Beispiel Weichmacher aus PVC, Formaldehyd aus Spanplatten und in Lacken und Farben enthaltende Lösungsmittel. Der heimische Gartenboden kann mit Schwermetallen wie Cadmium und Quecksilber belastet sein. Für Kinder werden diese Umweltgifte besonders bei oraler Aufnahme (Obst, Gemüse) und inhalativer Aufnahme (Staub) zur Gefahr.